18-04-2017, 11:04
Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25938-Wie-Tiere-fühlen/?postID=179517#post179517 schrieb:Unseres ist an Sprache gebunden. Informationsspeicherung erfolgt über Sprache.
Das ist, mit Verlaub, Bullshit! Allenfalls ist die Sprache das gängigste, nicht einzigste, Mittel der Informationsweitergabe. Der weit überwiegende Teil der Speicherung funktioniert auch bei uns über Bilder. Sogar Zahlen (z.B. Telefonnummern) werden hierüber memoriert. Ob über ein Tippmuster auf dem Zehnerblock einer Tastatur, persönliche Notiz, Farben, was auch immer. Und genau hier setzt die im Film gezeigte Forschung an und liefert gute Hinweise, dass die kognitive und emotionale Leistung der Tiergehirne nicht so weit weg ist von dem ach so hochgelobten (und wohl meist heillos überschätzten) Menschenhirn! Für mich war nichts überraschendes dabei. Alle meine Hunde konnten mühelos meinen Gesichtsausdruck "lesen" und reagierten zuverlässig und konsistent auf "Freude", "Ärger", "Angst", etc.
"Nur beim Menschen können nach Reiz-, Informationseingang situationsgerecht Programme und Programmteile neu kombiniert werden, was Kreativität bedeutet. Der Mensch kann (sich selbst) reflektieren, was Bewußtsein zur Folge hat. Wir stehen also an der Spitze."
Das ist nun die Krönung. Zunächst kommen wir hier in einen (wissenschaftlich) nicht standardisierten Teil der Forschung. Am ehesten neigen Psychologen heute dazu, diese Kombinationsfähigkeit mit kreativer Lösungsfindung als INTELLIGENZ zu bezeichnen. Darauf einigen konnten sie sich weltweit auf diesen Begriff jedoch nicht. Den Tieren jedoch diese Fähigkeiten, ja, auch die der Selbstreflexion, abzusprechen ist genau der Ansatz, der in den letzten Jahrzehnten verhinderte, dass die Forschung vorankam. Da war selbst Konrad Lorenz schon weiter.


