04-06-2016, 13:06
bru-no,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25361-Erkennen-von-Linkslastigkeit/?postID=172766#post172766 schrieb:Auch gute Hunde aus reiner DDR-Linie haben im Leistungsvergleich mit West-LZ überwiegend versagt. Sie waren kräftig, robust, oft ernsthaft und hart gegenüber Schlägen, aber nur schwer motivierbar, wenig arbeitsfreudig, eher desinteressiert an Kooperation und angewiesen auf grobe Reize, damit sie mal aus dem Quark kamen. So hatte sich der „stumpfe und faule Osthund“ schnell aus den Leistungsvergleichen und der Leistungszucht verabschiedet. Er ist ein Hund für private Nostalgiker geblieben, die alten Zeiten nachtrauern und auf einen modernen Leistungshund keinen Wert legen.
Gaubst Du wirklich, dass die von Dir als untauglich bezeichnete WZ-Scala der Grund für die von Dir bemängelte Qualität der in der DDR gezüchteten Hunde war?
Am Ende bekam man im Osten wie im Westen nur Hunde in die Zucht, die die Minimalanforderungen im Schutzdienst erfüllten. Die Vergabe der WWZ auf der NZB diente lediglich zur Erfassung grundlegender Wesenseigenschaften für die Auswertung der Vererbung der Eltern. Die vergebene Ziffer für das Grundwesen auf ZTP und Körung hing im Wesentlichen von den vergebenen Ziffern für Schärfe (Flucht) und Härte (Henzesche Mutprobe) ab. Danach wurde nur noch zwischen links liegend (3/22 bis 3/55) und rechtsliegend (7/22 bis 5/55) unterschieden. Ob ein rechtsliegender Hund eine 5, 6, oder 7 bekam, lag aussschließlich am Ergebnis der Ziffern für Schärfe und Härte. (7/43 oder 6/34 oder 6/54 oder 5/45)
Das war fest gekoppelt und hing mit den Aussagen über die Empfindsamkeit gegenüber Einwirkungen (Stockschläge) zusammen.
Im Übrigen war die Differnziertheit der tatsächlichen Wesenseigenschaften der DDR-Hunde mindestens genau so groß wie heute. Hunde wie RolfOsnabrüchker Land, Alf Nordfelsen, Bernd Lierberg übten einen großen Einfluss auf die DDR-Zucht aus.


