08-04-2016, 21:04
Als ich vor etwas mehr als 20 Jahren meinen 1. eigenen Hund bekam, machte ich viel Blödsinn. Als es dann
besser wurde, fand ich, daß die Hunde immer gut waren, wenn ich etwas hatte, was sie wollten. Ich fand für mich, daß Ausbildung,
zumindest in der UO ganz deutlich, nur eine modifizierte Form der Jagd ist. Der Hund will den Ball und ich erkläre ihm die Regeln, wie
er diesen bekommt, ihn sich erhetzen kann. Das Regelverständnis speist sich aus dem Erfolg des Handelns. Die Wahl des Weges
orientiert sich an verschiedenen positiven und negativen Verstärkern, die auch eine komplette Motivationsverschiebung bewirken können:
„Ich habe keine Lust mehr, Ball zu spielen.“ Löwe kommt zum Wasserloch, Antilope hat vorübergehend keinen Durst mehr.
Dies kann auch nicht anders sein, da Nahrungserwerb und die Möglichkeit der Fortpflanzung die primären
Antriebe gewesen sind. Spiel (und andere zwangsfreie Tätigkeiten? sind) ist letztlich nur Unterstützer für Futtern und dem sich
Verschaffen von Möglichkeiten dazu sowie, um in sozialen Konkurrenzsituationen zu bestehen. Das man sich beim Spielen oder
durch die Gegend streifen wohl fühlt ist erforderlich, um zuerst die Fähigkeiten zum Überleben zu erlangen und dann die Strapazen der
Nahrungsbeschaffung auszuhalten. Wohlfühlen begünstigt, den Focus auf bestimmte Tätigkeiten zu legen. Außerdem entspannt Spiel, zieht
die Nerven wieder gerade.
Im Jagdmodus werden Tätigkeiten automatisch abgespult. Mißerfolg könnte eine Überforderung sein.
Also müssen die Fähigkeiten verbessert werden, um mehr Kontrolle zu bekommen (Frustrationstoleranz+Zwang, essen zu müssen), Freude am
tun sollte da sein (Dopamin)(Freude an der Auseinandersetzung, kann auch suchen, spüren sein), Erregung. Einerseits wird man aus der
Comfortzone geworfen, andererseits will man wieder rein.
Ein Hund, der jagen kann (die Kunst beherrscht) ist ganz sicher im Flow. Ein den Ball jagender Hund auch,
wenn er handlungssicher ist.
Die Ausbalancierung von Anforderung und Fähigkeit, auch durch Haltung, Versorgung etc., ist Voraussetzung für den Flow. Ebenso, wenn jemand bei dem was er tut, das Beste gibt, wenn man genau weiß, was man als nächstes tun wird, ein Feedback bekommt, die Zeit vergißt – und sich selbst. Flow ist eine bessere Erklärung als „superlernen“ und damit ein uraltes Konzept:-)
Hier wird in 15 Minuten das Thema von einem Spezialisten umrissen.
http://www.ted.com/talks/mihaly_csikszen...e#t-866282
Und flow kann man messen!
besser wurde, fand ich, daß die Hunde immer gut waren, wenn ich etwas hatte, was sie wollten. Ich fand für mich, daß Ausbildung,
zumindest in der UO ganz deutlich, nur eine modifizierte Form der Jagd ist. Der Hund will den Ball und ich erkläre ihm die Regeln, wie
er diesen bekommt, ihn sich erhetzen kann. Das Regelverständnis speist sich aus dem Erfolg des Handelns. Die Wahl des Weges
orientiert sich an verschiedenen positiven und negativen Verstärkern, die auch eine komplette Motivationsverschiebung bewirken können:
„Ich habe keine Lust mehr, Ball zu spielen.“ Löwe kommt zum Wasserloch, Antilope hat vorübergehend keinen Durst mehr.
Dies kann auch nicht anders sein, da Nahrungserwerb und die Möglichkeit der Fortpflanzung die primären
Antriebe gewesen sind. Spiel (und andere zwangsfreie Tätigkeiten? sind) ist letztlich nur Unterstützer für Futtern und dem sich
Verschaffen von Möglichkeiten dazu sowie, um in sozialen Konkurrenzsituationen zu bestehen. Das man sich beim Spielen oder
durch die Gegend streifen wohl fühlt ist erforderlich, um zuerst die Fähigkeiten zum Überleben zu erlangen und dann die Strapazen der
Nahrungsbeschaffung auszuhalten. Wohlfühlen begünstigt, den Focus auf bestimmte Tätigkeiten zu legen. Außerdem entspannt Spiel, zieht
die Nerven wieder gerade.
Im Jagdmodus werden Tätigkeiten automatisch abgespult. Mißerfolg könnte eine Überforderung sein.
Also müssen die Fähigkeiten verbessert werden, um mehr Kontrolle zu bekommen (Frustrationstoleranz+Zwang, essen zu müssen), Freude am
tun sollte da sein (Dopamin)(Freude an der Auseinandersetzung, kann auch suchen, spüren sein), Erregung. Einerseits wird man aus der
Comfortzone geworfen, andererseits will man wieder rein.
Ein Hund, der jagen kann (die Kunst beherrscht) ist ganz sicher im Flow. Ein den Ball jagender Hund auch,
wenn er handlungssicher ist.
Die Ausbalancierung von Anforderung und Fähigkeit, auch durch Haltung, Versorgung etc., ist Voraussetzung für den Flow. Ebenso, wenn jemand bei dem was er tut, das Beste gibt, wenn man genau weiß, was man als nächstes tun wird, ein Feedback bekommt, die Zeit vergißt – und sich selbst. Flow ist eine bessere Erklärung als „superlernen“ und damit ein uraltes Konzept:-)
Hier wird in 15 Minuten das Thema von einem Spezialisten umrissen.
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Und flow kann man messen!


