02-04-2016, 15:04
Reisender, danke für den ausführlichen Kommentar. Jetzt weiß ich besser, wo es noch hakt.
Ich will es mal mit einer Art Umschreibung versuchen, die natürlich etwas hinkt, aber hoffentlich mehr Klarheit bringt:
du hast bestimmt schon von dem Begriff „soft skills“ gehört. Also dass einer nicht nur in seinem Fach Ahnung hat, sondern auch irgendwie mit den Kollegen gut klarkommt, diese sogar motivieren und führen kann. Und sich selbst natürlich auch. In Bewerbungen schreibt man dann was von Teamfähigkeit und Networking und Selbstmanagement. Nachdem man ausführlich die „hard skills“, die eigentliche Fachkompetenz , beschrieben hat.
Das von dir erwähnte Kontingenzschema (die verschiedenen Arten der Verstärkung) und das Lernen am Erfolg, also auf die „Lerngesetze“ zu reagieren, gehört in dieser Umschreibung sozusagen zu den „hard skills“ des Hundes. Diese wurden in der Wissenschaft auch schon sehr früh beschrieben. Ergebnisse dieser „hard skills“ wären dann Fuß-Sitz-Platz-Steh usw.
Die „soft skills“, in unserem Fall das Superlernen, wurden erst viel später entdeckt. Man hatte das den Hunden einfach nicht zugetraut (die hatten eben keine differenzierten Gefühle zu haben und denken konnten sie ja auch nicht), dachte, nur Menschen haben die und können daraus Schlüsse ziehen und ihr Verhalten optimieren. Ergebnisse dieser „soft skills“ von Hunden wären dann ein besonderer Eifer zu gefallen, eine besondere Fixierung der Aufmerksamkeit auf seinen HF aus einem tieferen Bedürfnis heraus. Kurz gesagt, aus Einstellungen Fähigkeiten werden zu lassen. Die 10% mehr an Ausstrahlung und Engagement zu zeigen, die den Unterschied machen können bei Fuß-Sitz-Platz-Steh usw.
Diese Art von „soft skills“ können einem ziemlich schwammig vorkommen Das war am Anfang mit den auf Menschen bezogenen „soft skills“ auch so. Das Zwischenmenschliche, den richtigen Draht zu finden, den richtigen Ton anzuschlagen, auf jemanden zuzugehen usw. Man hat sich drüber lustig gemacht oder gesagt „Das machen wir doch schon immer ganz automatisch“. Inzwischen sind die „soft skills“ Standard und es gibt spezielle Trainingprogramme dafür.
Solche auf den Hund bezogenen Trainingsprogramme zu entwickeln ist noch relativ neu. Wir stehen da erst am Anfang. Denk mal an mein Beispiel mit dem ruhigen Halten des Bringholzes. Die Basis dafür ist eine spezielle Kommunikationsform, die die „soft skills“ gezielt anspricht. Es ist aber, das muss man einfach zugeben, immer noch ein Puzzle, wo sich das eine nicht immer klar abgrenzt vom anderen. Das liegt aber vielleicht auch in der Natur der Sache. Lebewesen funktionieren eben nicht eindimensional nach dem Kontingenzschema.
Ich will es mal mit einer Art Umschreibung versuchen, die natürlich etwas hinkt, aber hoffentlich mehr Klarheit bringt:
du hast bestimmt schon von dem Begriff „soft skills“ gehört. Also dass einer nicht nur in seinem Fach Ahnung hat, sondern auch irgendwie mit den Kollegen gut klarkommt, diese sogar motivieren und führen kann. Und sich selbst natürlich auch. In Bewerbungen schreibt man dann was von Teamfähigkeit und Networking und Selbstmanagement. Nachdem man ausführlich die „hard skills“, die eigentliche Fachkompetenz , beschrieben hat.
Das von dir erwähnte Kontingenzschema (die verschiedenen Arten der Verstärkung) und das Lernen am Erfolg, also auf die „Lerngesetze“ zu reagieren, gehört in dieser Umschreibung sozusagen zu den „hard skills“ des Hundes. Diese wurden in der Wissenschaft auch schon sehr früh beschrieben. Ergebnisse dieser „hard skills“ wären dann Fuß-Sitz-Platz-Steh usw.
Die „soft skills“, in unserem Fall das Superlernen, wurden erst viel später entdeckt. Man hatte das den Hunden einfach nicht zugetraut (die hatten eben keine differenzierten Gefühle zu haben und denken konnten sie ja auch nicht), dachte, nur Menschen haben die und können daraus Schlüsse ziehen und ihr Verhalten optimieren. Ergebnisse dieser „soft skills“ von Hunden wären dann ein besonderer Eifer zu gefallen, eine besondere Fixierung der Aufmerksamkeit auf seinen HF aus einem tieferen Bedürfnis heraus. Kurz gesagt, aus Einstellungen Fähigkeiten werden zu lassen. Die 10% mehr an Ausstrahlung und Engagement zu zeigen, die den Unterschied machen können bei Fuß-Sitz-Platz-Steh usw.
Diese Art von „soft skills“ können einem ziemlich schwammig vorkommen Das war am Anfang mit den auf Menschen bezogenen „soft skills“ auch so. Das Zwischenmenschliche, den richtigen Draht zu finden, den richtigen Ton anzuschlagen, auf jemanden zuzugehen usw. Man hat sich drüber lustig gemacht oder gesagt „Das machen wir doch schon immer ganz automatisch“. Inzwischen sind die „soft skills“ Standard und es gibt spezielle Trainingprogramme dafür.
Solche auf den Hund bezogenen Trainingsprogramme zu entwickeln ist noch relativ neu. Wir stehen da erst am Anfang. Denk mal an mein Beispiel mit dem ruhigen Halten des Bringholzes. Die Basis dafür ist eine spezielle Kommunikationsform, die die „soft skills“ gezielt anspricht. Es ist aber, das muss man einfach zugeben, immer noch ein Puzzle, wo sich das eine nicht immer klar abgrenzt vom anderen. Das liegt aber vielleicht auch in der Natur der Sache. Lebewesen funktionieren eben nicht eindimensional nach dem Kontingenzschema.

