09-01-2014, 10:01
redtool,'index.php?page=Thread&postID=154262#post154262' schrieb:tinka,'index.php?page=Thread&postID=154261#post154261' schrieb:bist du dir sicher, daß sie zuordnen konnte, daß der unruhige griff damals der auslöser für die "hilfe" von dir gewesen ist? heißt, daß sie eine korrektur, die dem hund das ruhige halten vermitteln sollte bei dem hund als solches eben nicht so angekommen ist?! das würde zumindest erklären, warum sie dich immer abfragt...
die korrektur des griffes meine ich nicht. viel früher, der hund sollte ohne einwirkungen da zur ruhe gebracht werden. sprich neben mir, ich unterstützte mit ruhigem loben wenn sie ruhig wurde... das ging voll in die hose. vlt. hier nochmal ansetzen, jetzt ist sie älter und vlt. empfänglicher dafür ?
das kann ich dir nicht sagen. meine erfahrung ist, daß grade diese feinsensiblen hunde auch sehr empathisch für deine eigenen stimmungen sind. heißt, daß sie dir das lob nicht glauben, wenn es auch nicht wirklich so gemeint ist. als mensch sich selbst zu kontrollieren ist das eine, trotzdem seine stimmung verbergen können das andere. und auch da gibt es dann nonverbale interaktionen...
überlege dir das mal mit dem clicker... der hund merkt zwar auch, wenn du nicht so gut drauf bist, aber der fokus liegt hier auf den akustischen immer gleich und von dir emotionsunabhängigen reiz. der hört sich immer gleich an, ist klassisch positiv besetzt, egal wie zart oder aggressiv du den drückst.
tinka,'index.php?page=Thread&postID=154261#post154261' schrieb:peter scherk hat auf einem seminar gesagt, das es ihn wenig scherrt, was der hund mit dem arm macht, wenn er ihn hat. ist er dort unruhig, dann läßt er das. er begründet es damit, daß wenn er hier griffruhe einfordern würde, dann würde der hund sich das dort holen, wo er nichts mehr machen kann: am figuranten.
ich halte das für überlegenswert.
ist ne idee, vlt. sollte man das mal probieren....
du bist ja ein freund vom fehlerfreien lernen. manche hunde brauchen aber mehr freiheiten um sich zu entwickeln als andere... vielleicht solltest du mal ein seminar besuchen, wo gänzlich auf leinen außer evtl. zu räumlichen eingrenzung im lernverhalten verzichtet wird. es ist erstaunlich, wie schnell sich hunde selbst in erwünschte verhaltensweisen konditionieren, selbst, wenn sie mal vom erwünschten weg abkommen. dieses "mitdenken" können schafft schon übersicht und ruhe beim hund.
und eines darfst du auch nicht vergessen: variable bestätigungen verstärken verhalten. das heißt, daß, wenn du etwas verändern willst, daß der hund dann nie, aber auch nie wieder im unerwünschten verhalten irgendwie zum erfolg kommt. passiert das doch, so erzeugst du eben selbst die verfestigung dieses verhaltens. ich bin da auch so ein inkonsequenter typ. mein hund kommt damit allerdings klar.
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...


