03-12-2013, 10:12
redtool,'index.php?page=Thread&postID=152995#post152995' schrieb:ich wirke wenn der hund das optimum verlässt mit rucks ein, hier lernt der hund "kein geruch" schlecht. später erhöhe ich ggf. den zwang wenn es nötig ist, hier lernt der hund "kein geruck" richtig blöd. und er wird VON SICH aus seinen suchradius minimal gestalten und die geschwindigkeit anpassen, weil er das vermeiden will.
redtool,'index.php?page=Thread&postID=152995#post152995' schrieb:irgendwann wird der hund, selbst wenn er durch sperren das tempo angepasst hat, auch mal wieder versuchen gas zu geben. er kann an dem tag übermotiviert sein, denken ist alles easy also schwupp drüber, er kann durch eine sichtfährte übermüdig werden...
und dann, wieder sperren ? wie lange, bis er so alt ist das er kein nerv mehr auf sperren hat oder zu alt ist um schnell sein zu können...
Zunächst zur Frage des Futterentzuges:
bei mir ist nur der Jackpot und das Spiel gemeint. Ich persönlich bezweifle, dass der Hund einen Zusammenhang zwischen schlechtem Fährtentraining und abendlichem Futterentzug herstellen kann.
Meine Hunde füttere ich 2 x am Tag. So ergibt sich zwangläufig, dass ich mit einem teilgefütterten Hund FH - Training mache. hat bis jetzt funktioniert.
Ich persönlich wende diese Rucke nicht an. Beim Sperren lernt ja auch, neben der Fährte zu suchen, lohnt sich nicht Außerdem wird er nicht beim 1. cm gesperrt, sondern in einem - von mir individuell bemessenem Bereich - gesperrt. Auch hier lernt er also die Suche im Optimum.
Zur Geschwindigkeitsregelung im Fortgeschrittenenbereich brauche ich keine Leinenrucke. Ich bevorzuge Temposteuerung über Schrittvarianten.
Im weiteren Aufbau ( er hat den Idealbereich kapiert ) wird dann nicht mehr gesperrt.
Verlässt er den Idealbereich oder schlampt bewußt ( ist ja auch nur ein Mensch ), erfolgt Abbruch.
Weiterhin sollte man sich Gedanken über folgendes machen: was wir Menschen als Idealbereich ansehen - aus einer Höhe von ca. 160-190cm - muss keineswegs mit den Gegebenheiten direkt vor der Hundenase übereinstimmen.
Ich habe in einem Teil meiner beruflichen Tätigkeit des Öfteren diese Feststellung machen müssen und bin dankbar dafür, dass man uns damals für diese Problemstellung die Augen geöffnet hat.
Wenn ich nämlich hier an der falschen Stelle einwirke, erzeuge ich beim Hund nur Verunsicherungen und die sind für eine zuverlässige Arbeit nicht hilfreich.
Die Problematik bei dem Thema FH ist doch
a) der Blinde ( in dem Fall der Mensch ) will dem Sehenden ( in dem Fall der Hund mit seiner speziellen Nasenfähigkeit ) sagen, wie es geht.
b) vorsichtig formuliert: ich meine festgestellt zu haben, dass ein Teil der HF ein Problem damit hat, Kontrolle an den Hund ab zu geben.
Geht aber auf einer anspruchsvollen FH - Prüfung bei unsichtigem Gelände, verwirrten Fährtenlegern und betrunkenen Traktorfahren nun mal nicht anders.
Nach meiner Lesart sind hier die Aufgaben im FH - Team doch ganz anders:
Partner Hund - du hast die Nase und die Ausbildung - bring mich von Punkt A nach Punkt B
Ich HF - ich mache die technischen Dinge, wie korrekte Meldung, Handhabung der Leine, korrektes Verhalten am Gg und vor allem ICH STÖRE DICH NICHT.
Ich denke, nur so kann ein FH seine Kompetenz erreichen und im Laufe der Zeit und vieler Prüfungen und Übungsfährten reifen wie ein guter Wein.
Das ist aber - und dessen bin ich mir bewußt - Anschauungssache.
Wir laufen nicht so wenige Prüfungen wie nötig, sondern so viele, wie wir können.
Aber: mein Hund - mein Hobby -meine Spielregeln - unser Spass.
Sollte dass zu viel OT FH gewesen sein, sorry, aber ich hab Spass an dieser Sparte.

