20-04-2012, 15:04
@Sören
Danke!
In Abt. A muß sich HF auf Hd verlassen. In Abt. B verläßt sich Hd auf HF und tut nur seine Arbeit, ohne nach links oder rechts zu schauen. In Abt. C verläßt sich der HF auf seinen teilweise selbständig agierenden Hund und greift nur dirigierend ein.
Ich verstehe nicht, was daran unnatürlich sein soll?
Vor ein paar Jahren habe ich auf einer DV-DM einen Hund gesehen, der beim Apport über die Schrägwand das Holz aufgenommen hat, wieder ablegte, kurz an die Trainerbank ging und die darin sitzende Gruppe begrüßte, wieder zum Holz, Aufnahme, Rücksprung und Rest waren einwandfrei. Nun könnte der ein oder andere sagen, dass das ein toller Hund ist, der sich vergewisserte, ob vielleicht unter den Leuten ein Scheintäter dabei ist. Soll er dafür volle Punktzahl bekommen?
Ich glaube, hier verwechseln einige etwas! Kunststückchen ist das, was der Belustigung der Massen dient und sonst keiner braucht. Arbeit ist das, was getan werden muß, um eine Aufgabe zu erfüllen. Ein Hund im Diensteinsatz, der von seinem Hundeführer an den rechten Busch geschickt wird, weil dort ein Täter vermutet wird, kann nicht von sich aus nach links laufen, weil er etwas wackeln gesehen hat.
Eine andere Situation stellt sich, wenn ich den Hund so einstelle, dass er selbständig arbeiten soll.
Selbst im SD gibt es Sachen, wo ich nicht dem Hund die Entscheidung überlasse. Gebe ich HZ Fuß, so hat er konzentriert (auf mich) neben mir zu sitzen oder zu laufen, egal, ob neben oder vor ihm der Helfer mit sonstwas rumwedelt. Für alle anderen Sachen, wo der Hund teilweise selbständig agieren soll, gibt es andere HZ. Zur hohen Schule der Ausbildung gehört z.B. die Grundstellung beim Seitentransport. HZ Fuß heißt Blick zu mir, HZ Transport = Blick zum Helfer und "Erlaubnis" bei dessen Fehlverhalten einzugreifen. Spreche ich die beiden HZ schnell mehrmals abwechselnd hintereinander, so pendelt ein gut ausgebildeter Hund mit dem Kopf. Ist das ein Kunststück oder echte Arbeit?
Ich meine, es ist kein Kunststückchen sondern Kunst. Denn Kunst kommt von Können. Der Hundeführer, der dieses Können hat und der Hund, der ihm blind vertraut, bekommen zu Recht mehr Punkte als die, die nebenher noch andere Dinge im Kopf haben.
Wenn man einen gehorsamen Hund als abhängig oder triebblöd betitelt, polarisiert man genauso wie bei der Endlosdiskussion bezg. Wattebäuschchenwerfer und Zwanganwender. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
Danke!
In Abt. A muß sich HF auf Hd verlassen. In Abt. B verläßt sich Hd auf HF und tut nur seine Arbeit, ohne nach links oder rechts zu schauen. In Abt. C verläßt sich der HF auf seinen teilweise selbständig agierenden Hund und greift nur dirigierend ein.
Ich verstehe nicht, was daran unnatürlich sein soll?
Vor ein paar Jahren habe ich auf einer DV-DM einen Hund gesehen, der beim Apport über die Schrägwand das Holz aufgenommen hat, wieder ablegte, kurz an die Trainerbank ging und die darin sitzende Gruppe begrüßte, wieder zum Holz, Aufnahme, Rücksprung und Rest waren einwandfrei. Nun könnte der ein oder andere sagen, dass das ein toller Hund ist, der sich vergewisserte, ob vielleicht unter den Leuten ein Scheintäter dabei ist. Soll er dafür volle Punktzahl bekommen?
Ich glaube, hier verwechseln einige etwas! Kunststückchen ist das, was der Belustigung der Massen dient und sonst keiner braucht. Arbeit ist das, was getan werden muß, um eine Aufgabe zu erfüllen. Ein Hund im Diensteinsatz, der von seinem Hundeführer an den rechten Busch geschickt wird, weil dort ein Täter vermutet wird, kann nicht von sich aus nach links laufen, weil er etwas wackeln gesehen hat.
Eine andere Situation stellt sich, wenn ich den Hund so einstelle, dass er selbständig arbeiten soll.
Selbst im SD gibt es Sachen, wo ich nicht dem Hund die Entscheidung überlasse. Gebe ich HZ Fuß, so hat er konzentriert (auf mich) neben mir zu sitzen oder zu laufen, egal, ob neben oder vor ihm der Helfer mit sonstwas rumwedelt. Für alle anderen Sachen, wo der Hund teilweise selbständig agieren soll, gibt es andere HZ. Zur hohen Schule der Ausbildung gehört z.B. die Grundstellung beim Seitentransport. HZ Fuß heißt Blick zu mir, HZ Transport = Blick zum Helfer und "Erlaubnis" bei dessen Fehlverhalten einzugreifen. Spreche ich die beiden HZ schnell mehrmals abwechselnd hintereinander, so pendelt ein gut ausgebildeter Hund mit dem Kopf. Ist das ein Kunststück oder echte Arbeit?
Ich meine, es ist kein Kunststückchen sondern Kunst. Denn Kunst kommt von Können. Der Hundeführer, der dieses Können hat und der Hund, der ihm blind vertraut, bekommen zu Recht mehr Punkte als die, die nebenher noch andere Dinge im Kopf haben.
Wenn man einen gehorsamen Hund als abhängig oder triebblöd betitelt, polarisiert man genauso wie bei der Endlosdiskussion bezg. Wattebäuschchenwerfer und Zwanganwender. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
MfG
Maik
Maik


