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lässt Beute nicht mehr aus - Druckversion

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lässt Beute nicht mehr aus - Zottelbär - 23-03-2009

Hallo hab mit Wanda ein Problem.
Sie lässt die Beißwurst nicht mehr aus.
würde mich über Tipps freuen. Danke schon mal
LG Anna und Wanda _w_


- deralex1979 - 23-03-2009

Wechselspielchen könnten funktionieren, oder auch Aus -Pack.


- Zottelbär - 23-03-2009

Hallo
was sind Wechselspielchen und Aus Pack
LG


- LosNerkos - 23-03-2009

Der Hund hat die Beute, du sagst "Aus" und ziehst ein weiteres Spielzeug aus der Tasche. Dann Kommando "Pack" und er darf das 2. Spielzeug packen... und dann immer so weiter... Nen.t man auch Beutetausch. Dadurch lernt der Hund, dass du ihm nicht wegnehmen wirst und er auch für das Kommando "Aus" eine bestätigung bekommt...

MfG


- tina2406 - 23-03-2009

Ich würde ja erst mal fragen, ob sie überhaupt schon zuverlässig "Aus" kannte. (Weil du schreibst, sie läßt "nicht mehr" aus.)
Wie hat sie das "Aus" gelernt?
Und wann läßt sie die Beißwurst nicht aus. Beim spielen oder beim SD?
Was macht sie, dreht sie sich weg, macht sie dich und senkt den Kopf oder kämpft sie?
Und wenn du die Beute doch erhalten hast, was macht dann der HUnd und was machst du dann?

Ohne ein Wissen über das Verhalten von dir und vom Hund läßt sich ganz schwer etwas sagen oder aber auch tausend verschiedene Tips geben.

Reich doch mal ein paar zusätzliche Informationen, damit man sich ein Bild machen kann.

Gruß Tina


- deralex1979 - 23-03-2009

Jawoll, so wie es Los Nerkos beschrieben hat. Kann funktionieren, muß aber nicht. Bei den meisten Hunden funktioniert es, wenn man damit schon im Welpenalter beginnt, das wäre dann freies Motivieren.


- Nadin - 23-03-2009

LosNerkos,index.php?page=Thread&postID=65217#post65217' schrieb:Der Hund hat die Beute, du sagst "Aus" und ziehst ein weiteres Spielzeug aus der Tasche. Dann Kommando "Pack" und er darf das 2. Spielzeug packen... und dann immer so weiter... Nen.t man auch Beutetausch. Dadurch lernt der Hund, dass du ihm nicht wegnehmen wirst und er auch für das Kommando "Aus" eine bestätigung bekommt...

MfG
Zum Lernen des HZ "Aus" wäre allerdings sinnvoller, erst das zweite Spielzeug oder aber Futter rauszuholen und dem Hund vor die Nase zu halten und wenn der Hund im Begriff ist, zu trennen, kommt das HZ ... später kommt erst das HZ und dann die zweite Beute oder Futter, denn wenn der Hund bereits das Aus verweigert, macht man sich nur unglaubwürdig, wenn man dann die zweite Beute holt und der Hund wartet zukünftig, ob ihm was anderes angeboten wird, bevor er trennt.

Aus und Pack bedeutet, wenn der Hund ausgelassen hat, wird er für dieses Verhalten bestätigt, indem er seine Beute wieder packen darf.
LG-Nadin und Co.


- NinaD - 24-03-2009

Hallo,

wahrscheinlich arbeiten die meisten HF nach dem Prinzip des Beutetauschs. Grundsätzlich eine gute Methode, weil sie ohne körperliche Manipulation am Hund auskommt. Viele Hunde lernen das Aus damit zuverlässig. Es ist aber auffällig, dass doch eine beträchtliche Anzahl von Hunden zeitlebens Konflikte beim Kommando Aus zeigt, obwohl ihnen der Beutetausch technisch korrekt vermittelt worden ist.

Schwizgebel schreibt zum Hörzeichen Aus folgende nachdenkenswerte Zeilen:

"Viele HF meinen dies (einen Gegenstand freigeben..) dadurch zu erreichen, dass sie dem Hund ein begehrtes Objekt zum Tausch anbieten. Der Hund lässt das Schutzdienstobjekt (oder eben auch die Beißwurst..) los und greift nach dem Futterstück oder Spielgegenstand. Bei genauerer Betrachtung dieses Vorgehens wird deutlich, dass dadurch nicht das angestrebte Loslassen bewirkt, sondern vielmehr das Festhalten des Gegenstandes belohnt wird. Anders gesagt: wir fördern damit nicht das Loslassen, sondern das Zupacken und Festhalten.

Eine Einwirkung, die tatsächlich das Öffnen des Fangs auslöst, besteht darin, den Fang des Hundes von unten zu ergreifen und mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger die Lefzen leicht gegen die Backenzähne zu drücken. Eine andere von mir bevorzugte Einwirkung sieht so aus, dass der Trainer einen Finger von der Seite her in den Fang schiebt und leicht auf die Zunge drückt. Dieses Vorgehen bietet sich insbesondere bei Hunden an, die wegen mangelhafter Ausführung der ersten Methode, gelernt haben, sich progressiv zunehmendem Lefzendruck durch starkes Festhalten des Gegenstandes zu widersetzen. Unabhängig von der Art der Einwirkung ist wichtig, dass sie mit Gefühl und zu Beginn mild ausgeführt wird. Sie soll lediglich ein Öffnen des Fangs bewirken, ohne zu unangenehmen Empfindungen zu führen."





LG

Nina


- tinka - 24-03-2009

da hat er meiner meinung nach recht, der schwizgiebel. es besteht ein unterschied zwischen nur loslassen und aktiv trennen. wobei ich glaube, daß der beutetausch nur der beginn zu einem aktiven trennen sein sollte.

aber ob seine vorgestellte manipulation tatsächlich der einzige weg ist, den hund zu einem loslassen mit aktiven trennen zu konditionieren, das lasse ich mal so im raum stehen. ich denke mal eher, der zeitpunkt der bestätigung bei einer neukonditionierung ist hier entscheidend.

gruß reinhard


- NinaD - 24-03-2009

tinka,index.php?page=Thread&postID=65336#post65336' schrieb:aber ob seine vorgestellte manipulation tatsächlich der einzige weg ist, den hund zu einem loslassen mit aktiven trennen zu konditionieren, das lasse ich mal so im raum stehen. ich denke mal eher, der zeitpunkt der bestätigung bei einer neukonditionierung ist hier entscheidend.
Hallo Reinhard,



da gebe ich dir völlig Recht.

Beim klassischen Beutetausch wird der richtige Zeitpunkt für die Bestätigung allerdings tatsächlich meistens verfehlt und der Hund für das Festhalten belohnt.

Die Methode "Lefzen-gegen-Zähne-drücken" halte ich auch für recht fragwürdig, weil sie automatisch einen Oppositionsreflex bei den meisten Hunden auslöst (ähnlich wie das "Auf-die-Kruppe-drücken" beim Sitzlehren bewirkt, dass der Hund die Knieglenke nur immer stärker durchdrückt, anstatt nachzugeben..)

Bei meinem nächsten Hund werde ich versuchen, Clickern, Beutetausch und "Finger sanft in den Fang schieben und auf die Zunge drücken" zu kombinieren..

Und eben hoffen, mit dieser Methode den Hund zu einem klaren, sicheren und schnellen Trennen zu bewegen. Mit dem Clicker lässt sich zumindest - im Unterschied zum klassischen Beutetausch - der richtige Moment beim Auslassen vergleichsweise exakt markieren.

Wie lehrst du denn das Aus?



LG

Nina