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Hilfe...schlingen unterbinden! - setopivi - 10-07-2007 Hallo, ich habe ein Problem mit meiner Labi Hündin (2 Jahre, 6 Monate alt). Sie wird einmal täglich morgens gefüttert mit Trockenfutter. Ich hab mich nicht mal umgedreht, da ist die Schüsel schon restlos leer.Und reichen tut das natürlich auch nicht...der Napf der Dackelhündin wird auch noch geplündert. Sie schlingt wie eine Wahnsinnige und ist weiterhin den ganzen Tag auf Futtersuche. 1. Reicht es aus, den Hund nur mit Trockenfutter zu füttern? (Ich selbst kenne das nicht. Bei uns würde Trockenfutter mit Fleisch (Chappi o.ä.) gefüttert) 2. Sollte man die Menge nicht lieber teilen und morgens und nachmittags füttern? 3. Wie kann ich sie dazu bringen langsamer zu fressen? Das Ding ist, dass ich mit der Hündin arbeite (momentan nur Unterordnung), sie aber von den schwiegereltern im EG gefüttert wird. Und das auch nicht zu einer festen Zeit, sondern dann, wenn eben jemand wach ist (das kann 6 Uhr oder 10 Uhr sein). Vielen Dank schon mal für eure Tipps... =) Liebe Grüße Pia - Claudia Ph. - 10-07-2007 Hallo Pia, grundsätzlich sind Hunde Schlinger, es ist nun die Frage, ob es Auswirkung auf Verdauung und Ihr Allegemeinbefinden hat :i: Grundsätzlich würde ich zweimal am Tag füttern. Beschäftigung mit Trockenartikel Schweineohren, Schweinefüßen oder Rinderbeinen :w: finde ich sinnvoll. Das Highlight wäre näturlich mal Frischer Pansen..... :hallo: Tschüü - iaxmann - 10-07-2007 Hallo, nein Hunde sind nicht grundsätzlich Schlinger, Schlinger sind gemacht ;-) Natürlich fängt der Hund an zu schlingen, wenn ich ihm nach 2 min seinen Napf weg nehme und natürlich fängt der an zu schlingen, wenn er nur mini Mengen an Futter bekommt, weil ja so Gehaltvoll... Mir tun diese alles und jeder Zeit Fresser einfach nur Leid, weil sie ewig hunger haben. Was für ein scheußliches Gefühl muß das sein? Und zum Lösen des Problemes, es lohnt nicht wenn du den Hund wieder her gibst. Es würde einige Zeit dauern bis er kapiert hat, das er tatsächlich genug zu futtern bekommt. Das geht nicht von Heute auf Morgen. Einfach satt füttern, solange bis der freiwillig keine Krümel mehr frißt. Gut möglich das er frisst -kotzt-weiter frisst -kotzt irgendwann hört aber auch der hartnäckigste Hund auf. Der wird satt sein für längere Zeit trotzdem steht immer Futter zur Verfügung. So lernt er das immer genug da ist und hört auf mit der Schlingerei. Gruß Iris - Liljakk - 10-07-2007 Hallo Pia , wenn Du Trofu fütterst... gibts ein Mittel das normalerweise recht gut hilft :i: Einfach Wasser drüber geben (reichlich) dann fressen sie automatisch langsamer. Zweimal am Tag wäre auf jeden fall sinnvoll. VG kerstin - Renate Krischer - 10-07-2007 Habe nur einen Tipp, um das SChlingen zu verhindern, in Natura gesehen bei einem Dobermann: Die Hundehalterin legte ausreichend große Steine (so ausgewaschene Flusskiesel in groß halt) mit in den Napf. Dadurch wird der Hund gezwungen diese erst mit der Nase etwas beiseite zu schieben und frißt dadurch langsamer. Aber wirklich darauf achten, dass diese Steine mindestens Tennisballgröße haben, nicht dass die mit verschlungen werden. Vorher aber sicherstellen, dass der Hund auch nicht in die Steine aus lauter Gier hinein beißt, einfach mal unter Aufsicht testen. Gruß, Renate RE: Hilfe...schlingen unterbinden! - Antje - 10-07-2007 Hallo Pia, Hunde schlingen von Natur aus. Ihr Gebiss ist gar nicht auf das Kauen von Nahrung ausgerichtet, so wie unsere Backenzähne das sind oder die von Pflanzenfressern wie Rinder oder Pferde. Normalerweise trennt der Hund mit seinen Backenzähnen größere Stücke von seinem Beutetier ab und schlingt diese dann herunter. Deswegen ist sein Speichel recht zäh und dadurch gleitfähig und enthält keine Verdauungsentzyme, so wie das bei unserem Speichel der Fall ist. Trockenfutter sollte man aus ernährungsphysiologischen Gründen eingeweicht verfüttern. Dann schadet normalerweise auch das Schlingen nicht. Wobei manche Hunde zum Aufgasen neigen, wenn sie viel Luft schlucken. Das tun sie aber auch, wenn sie das Trockenfutter nicht eingeweicht verfüttert bekommen, sondern trocken. Wenn der Hund nur einmal täglich gefüttert wird, dann würde ich das Abends machen und nicht morgens. Es ist besser, wenn der Hund nach dem Füttern seine Ruhe hat. Die Gefahr einer Magendrehung wird dadurch reduziert, zudem benötigt der Hund zum Verdauen sehr viel Energie. Ob's für einen erwachsenen Hund besser ist zweimal täglich gefüttert zu werden ist von Fall zu Fall verschieden. Das hängt auch von der Futtermenge ab, die er erhält. "Chappi" ist übrigens kein Fleisch. Das sieht nur so aus... ![]() Grüße Antje - Antje - 10-07-2007 Zitat:Original von iaxmann Dann würde meine alte Hündin nicht 32 kg wiegen, sondern 50... :pf: "Satt" gibt es nur ganz selten. Vorab werden dann Fellstreifen etc. verfüttert, um den Bauch schon mal zu füllen. Einen halben Tag später könnte sie dann schon wieder ein halbes Kalb verspeisen... ![]() Grüße Antje - happynic - 10-07-2007 Mein Senior hat sich auch mal satt gefressen: 3,5 kg Trockenfutter - der hatte einen riesigen Durst und das Verdauungsschläfchen dauerte 2 Tage. Ausserdem habe ich mich geschämt mit so einem fetten TEil nach draussen Gassi zu gehen :ls: - Alea - 10-07-2007 Hi Pia, bitte den Lösungsvorschlag "soviel fressen lassen wie sie will" keinesfalls mit Trockenfutter ausführen, welches nicht eingeweicht ist! Bei zu wenig Wasseraufnahme zieht das Futter das nötige Wasser automatisch aus dem Körper (stell dir einfach einen Schwamm in feuchter Umgebung vor) und das kann sehr gefährlich für den Hund werden! Das Futter zieht dann die Feuchtigkeit aus den Organen und das kann für den Hund übel enden! Außerdem kann ein Labbi mit 2 Jahren, der sich grenzenlos überfrisst, eine Magendrehung als Folge bekommen. M.E. daher wirklich keine so gute Idee. Wenn der Hund das Trockenfutter eingeweicht nicht mag, dann kannst Du das Wasser auch einfach direkt vor dem Füttern darüber geben. Dann muss er das Futter aufschlabbern und kommt gar nicht so sehr zum Schlingen. Mit einem Teil Futter und einem Teil Wasser funktioniert dies sehr gut. Zwischendurch einfach mal ein paar "kalorienarme" Knabberteile wie Rinderhaut, oder Rinderohren machen ihr Spass, sind gut gegen Zahnstein und erfüllen so auch noch einen guten Zweck. Zwischendurch mal Pansen oder Blättermagen ist ebenfalls eine gute Idee. LG Elke - Claudia Ph. - 10-07-2007 Hallo Iris, nicht für ungut, aber mir tun die Hunde leid, die diese Prozedur des "Sattfütterns" mit machen sollen. Würde bei meinen Hunden nicht funktionieren und ich sehe das sogar als gefährlich an!! Also von meinem Pferd, wurde mir letzte Woche über dieses Sattfressen auf einer Wiese berichtet, die sie durch "Aussbüchsen" in Besitz genommen hat. ...wie es da meinem Pferd ging -w-, möchte ich nicht absichtlich meinem Tier antun. Da würde ich noch eher auf dem Gedanken kommen, das sich die Hunde mit dem Futter beschäftigen müssen, wie Zootiere zum Beispiel. Außerdem sollte sie dann allein (Dackel) und getrennt von anderen Hunden in Ruhe gefüttert werden. Antjie hat die da sehr gute Erläuterungen zur Natur des "Fressens" gegeben :dh:! Tschüü |