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- zedemar - 14-01-2012 Wir barfen auch schon seit längerem. Im Moment genieße ich den Vorzug, dass die Ernährungskostent meiner Hunde gegen 0 tendieren. Unser örtlicher Fleischer versorgt mich mit allem kostenlos, abgesehen von gelegentlichen Zuwendungen von in Form von selbst gebrannter Alkoholika. Wenn es zu Engpässen kommt, was sehr selten der Fall ist, kaufe ich das Trockenfutter von ALDI, welches auch bei der letzten Untersuchung von Warentest mit einer gletten 1,0 bestanden hat. Da jetzt die Jagdtsaison zu Ende ist, ist meine Kühltruhe mit Wild gefüllt. Die Jäger verkaufen das Wildbret an meinen Fleischer. Da Schussverletzungen stets mit nicht verwertbarem Fleisch einher gehen, profitieren meine Hunde sehr davon. Hierzulande geht nach wie vor das Gerücht um, dass rohes Fleisch, Hunde blutrünstig machen würde. Daher bin ich der einzige Abnehmer bei meinem Schlachtbetrieb, der sich dadurch einen Teil seiner Entsorgungskosten erspart. Meine Hunde bekommen auch Essensreste, seit ihrer Domestikaton bis in die Neuzeit haben sie ja auch vortrefflich damit überlebt. Unansehnliche Bananen rette ich im interesse meine Hunde vor der Kompostierung, je oller de doller, sie lieben Bananen. Öl, ja Olivenöl über die Möhren. Meine Hunde sind fit und das Fell sieht toll aus. Keine Tabellen, nur Intuition. - ursus04 - 14-01-2012 @Wieland Hunde sind keine Wundertiere, auch bei denen ist die Energiegewinnung aus Proteinen ein schlechtes Geschäft, das enorm viel Wärme erzeugt und Wasser verbraucht. Hunde gewinnen Energie ebenso wie andere Lebewesen auch aus Fett und Kohlenhydraten. Pflanzliche Proteine liefern nicht alle benötigten Aminosäuren, sie sind also eine ungünstige Proteinquelle. Aber auch bindegewebige Schlachtabfälle sind eine eher ungünstige Proteinquelle und daher nur ein kleiner Teil der Nahrung. Allerdings geben Frischfütterer, die Getreide verfüttern, das nicht zur Deckung des Proteinbedarfs des Hundes, sie geben es als Kohlenhydrat- und somit Energiequelle. Nicht jeder Hund verträgt so viel Fett, wie er zur Deckung seines Energiebedarfes benötigen würde, da sind Kohlenhydrate eben eine Alternative. Und im Bereich Energieverbrauch kann man Hunde nicht mehr mit Wölfen vergleichen. Hunde haushalten nicht mit ihren Ressourcen, sie leben aus dem vollen. lg ursus - aik5 - 15-01-2012 Ich hätte da ein Frage, ich gebe vorallem zum Fährten als Belohnung bei Gegenständen Hühnerherzen, ebenso habe ich nun testweise ein paar karkassen (weil viel Fett) zur Fütterung gekauft. Wie sieht es mit der Gefahr von Salmonellen aus? War zwar tiefgefroren aber das tötet die Dinger ja nicht ab. Kochen kann man die karkassen ja auch nicht wegen den knochen. Oder ist die Gefahr doch relativ gering??? Hat jemand Erfahrung? - ursus04 - 15-01-2012 Die "größte Gefahr" bei der Hundehaltung ist einen Salmonellendauerausscheider zu haben. Sprich einen gesunden Hund, der ständig Salmonellen an seine Umgebung abgibt. Ein gewisser Prozentsatz der Haushunde ist genau das, aber das ist völlig unabhängig von der Fütterung. Trockenkauartikel sind oftmals wahre Salmonellenmutterschiffe und ab und an ist auch mal eine Charge Hundefutter betroffen. Man kann sich also nicht wirklich davor schützen, und als Fertigfütterer macht man sich auch keine Gedanken darum, obwohl man das Problem ebenso im Haus haben kann. Die üblichen Keimzahlen verträgt ein Hund problemlos, die Darmpassage ist beim Hund viel zu schnell, so werden Infektionen durch die Erreger, die das Säurebad im Magen überlebt haben, verhindert. Die wenigen können sich in der kurzen Zeit nicht in solchen Mengen vermehren, dass sie infektiös wirken. Lediglich stark immungeschwächte Hunde könnten bei stark belasteten Futtermitteln selbst erkranken, da ist dann aber egal ob frisch, getrocknet oder fertig. Ordentliche Küchenhygiene, Hände waschen und kein zu gammeliges Geflügelfleisch sind Schutz genug für Mensch und Hund. lg ursus - Gaunerin - 15-01-2012 hi, lese sehr gerne und oft die Beiträge, sehr sehr interessant. Mit dem Frischfutter wollte ich auch schon anfangen. Habe immer nur trächtigte und säugende Hündinnen mit Pansen etc. teilgefüttert. Werde die hier angegebenen Onlineseiten, Bücher und anderes lesen und dann hoffentlich bald anfangen. Muss aber noch recherchieren, wo es in MD/ Burg einen Schlachthof ua. gibt. Bin noch skeptisch ob es mit dem Frischfleisch nicht reurer als mit Trofu wird. Hoffe ihr schreibt hier auch vollständig u. mit PN. Wäre schade. lg Siggi - zedemar - 15-01-2012 Es empfielt sich nach Betrieben Ausschau zu halten, die Sonderschlachtungen durchführen. D.h. dort werden verungückte Tiere verwertet. Das zuständige Veterinäramt kann da sicherlich Auskunft geben. Wie gesagt, die Kosten für die Ernährung meiner Hunde tendiert gegen 0. - Trine - 15-01-2012 Hallo Siggi, Frischfütterung sollte man aus Überzeugung betreiben und nicht, weil es (ggf.) billiger als Trofu ist. - Antje - 16-01-2012 Ist es für den Hund nicht egal was sich sein Halter bei der Fütterung denkt? Wichtig ist doch was letztendlich im Napf drin ist... - zedemar - 16-01-2012 Das es in meinem Falle sehr preiswert ist, ändert aber nichts an der Tatsache, dass es mit erheblich mehr Aufwand verbunden ist. Ich füttere auch aus Überzeugung roh, es hat sich eben glücklich gefügt. Ein weiterer Vorteil der Rohfütterung ist, dass wesentlich weniger Kot anfällt. - Gaunerin - 16-01-2012 ich habe früher (zu DDR-Zeiten) nur barf gefüttert, habe nicht nur die Kosten oder den Vergleich in Abhängigkeit zwischen barfen und torfu gemeint, ich bin aber auch nicht reich, im internet hab ich heut viel gelsen, aber meistens das selbe, muss wohl noch nach Büchern mich umschauen. aber weitere gute Tipps hier wären toll. lg siggi |