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- MMW79 - 31-03-2018

Wow, solche Texte am Morgen: ArogAntje


- Bettina Balters - 31-03-2018

Arrogant ist, jemanden in diese Ecke zu stellen, der eine gut nachvollziehbare und fundierte Erklärung ab gibt, die sachlich geschrieben ist und schlichte Fakten nennt.

Vielleicht ist es aber auch einfach die Unfähigkeit, ein solches Posting zu verstehen?


- angieblau - 01-04-2018

finde es komisch, dass wenn man etwas zu den extrem frequentierten Rüden bezüglich Gesundheit sagt, es sofort einen Aufschrei gibt! Ich habe hier keine Hunde "schlecht" gemacht, oder die Qualität der Hunde in Frage gestellt! Lediglich gesagt, das über diese Linien mir viele Hunde mit CES bekannt sind. Auch der Hund von Kimmy ist aus dieser Linie über Vater und Mutter - nur mal so nebenbei bemerkt.

​Antje, Du musst diese Rüden mir gegenüber nicht rechtfertigen. Ich mache mir schon selbst ein Bild was ich will und was nicht.

​Angelika


- Antje - 02-04-2018

Ich habe nicht "aufgeschrien". Sondern lediglich geschrieben dass Troll bs. Nachbarschaft extrem häufig in den Ahnentafeln unserer Leistungshunde zu finden ist. Wenn ein Rüde zigtausend Nachkommen hat, bereits schon nach zwei Generationen, ist es doch völlig logisch dass er dann in 3., 4., 5. Generation in abertausenden von Ahnentafeln auftaucht. Demzufolge ist es logisch dass man dann i.d.R. auch meist mehrere kranke Hunde kennt bzw. kennen gelernt hat, die diesen Rüden im Pedigree führen. Das ist aber eine subjektive Wahrnehmung. Ob Troll tatsächlich prozentual mehr Nachkommen mit CES gebracht hat als der diesbezügliche Durchschnittsvererber, oder ob er vielleicht sogar weniger häufig CES-Nachkommen hat als es im Durchschnitt der Fall ist, könntest Du nur beurteilen wenn Du die Anzahl aller erkrankten Nachkommen in Relation zur Gesamtzahl seiner Nachkommen setzen würdes (bis in welche Generation dann eigentlich?).

Ob Troll in einem Pedigree zu finden ist oder nicht ist mir, in Bezug auf genetische Krankheitsdispositionen, ziemlich egal. Es gibt einzelne Nachkommen von ihm, die möchte ich auf keinen Fall drin haben. Jeder Hund hat nicht nur einen Vater, sondern auch eine Mutter, von deren Seite natürlich auch was Schlechtes kommen kann, in Bezug auf genetisch bedingte Krankheitsdispositionen. Von daher meide ich einzelne Vererber/Vererberinnen in der Zucht, aber nicht weil sie blutlich über Troll kommen. Sondern weil ich von diesen Hunden selbst weiss dass sie in erster Generation erkrankte Nachzucht gebracht haben (oder selbst erkrankt waren). Wobei es für mich dann aber immer noch Unterschiede gibt. Es ist etwas anderes wenn ein Rüde in einem Wurf erkrankte Nachzucht hat, wenn die Mutterhündin dieses Wurfes mit anderen Rüden bereits ebenfalls erkrankte Nachkommen gebracht hat. Als wenn die selbe Hündin mit anderen Rüden diese Problematik nicht vererbt hat, sprich ihre Nachkommen von anderen Vätern alle gesund sind.

Zudem ist die Lebzeit von Troll nicht die "Stunde Null" in der Zucht der Leistungslinien des DSHs. Sollte Troll tatsächlich überdurchschnittlich häufig krankte Nachzucht gebracht haben, dann hat er diese Genetik ja von irgendwo her geerbt. Allein über seinen Vater Fero, der mehr Nachkommen gezeugt hat als Troll, hat Troll unzählige Halbgeschwister/Cousins/Cousinen etc., die evtl. genetische Dispositionen genau so weiter vererbt haben könnten wie Troll. Ohne dass in den Pedigrees ihrer Nachkommen Troll erscheinen muß. Und Vorfahren wie z.B. BorisTrogenbasch findest Du auch in Fero-freien Zuchtlinien. Auch Hunde aus Troll's Mutterlinie, z.B. Anderl vom kleinen Pfahl oder Mutz Pelztierfarm, findest Du in den Pedigrees vieler Hunde, die "troll-frei" sind. Die Troll aber eine entsprechende Genetik vererbt haben könnten (wenn er sie denn tatsächlich gehabt haben sollte).

Jeder von uns sollte sich im klaren sein dass die Eindrücke, die wir gewinnen in der Hundezucht, immer nur subjektiv sein können. Kenne ich persönlich mehrere erkrankte Nachkommen eines Hundes, dann meide ich diesen und seine nähere Verwandtschaft züchterisch. Das ist völlig normal. Ich muß mir aber im Klaren darüber sein dass die Hunde, die ich persönlich kenne, nicht zwangsläufig der tatsächlichen Statisik entsprechen. Dazu ist die Anzahl der einzelnen Individuen, die ich kenne, i.d.R. viel zu gering.

Von daher liegt für mich die züchterische Zukunft in noch mehr validierten Auswertungsmethoden (durch die mehr direkte Merkmalsträger identifiziert und züchterisch selektiert werden können) und in Genotypisierungen (sobald die Möglichkeit besteht bestimmte Merkmale bestimmten Genen zuordnen zu können).



- MMW79 - 02-04-2018

schreib ein buch


- kimmy - 02-04-2018

Hallo Antje,
genau das ist ja meine Frage. Wie kann es dazu kommen, dass ein Hund mehrere erkrankte Nachkommen hat?
Weshalb werden solche Hunde zur Zucht zugelassen? Und wieso werden diese Welpen abgenommen?
Aus Deinen Worten geht doch deutlich hervor, dass Du solche Linien meidest, eben da Du weißt, dass sie nicht gesund sind.
Und dennoch wird mit diesen Hunden gezüchtet?
Wo bitte ist da der Verband mit all jenen, welche dafür Verantwortung tragen müssten? Das Wissen scheint doch vorhanden zu sein?
Ich begreife das wirklich nicht.

MfG,
Kimmy


- Volpi - 02-04-2018

Eine interessante Form von selektiver Wahrnehmung.

Zwischen subjektiven Beoabachtungen, Annahmen und echtem Wissen gibt es doch grpße Unterschiede und man könnte meinen, dass alle vorangegangenen sachlichen und inhaltlich richtigen Postings schlicht zu komplex waren, um ins situative Weltbild zu passen!

Erinnert mich irgendwie an den belgischen Vollpfosten.


- tinka - 02-04-2018

Ein Welpe ist immer irgendwie eine kleine Wundertüte.

Popular Sire ist sicher ein Problem.

Das größere Problem ist doch aber über Linienzucht homogene Nachkommen zu erzeugen, jedoch die Nachteile möglicher Gendefekte rauszuhalten. Und wenn bei CES nicht auszuschließen ist, dass hier auch Beanspruchungsfaktoren eine Rolle spielen, nicht die Genetik alleine, dann wird es umso schwieriger.

Wie sieht das thema denn z.b. bei den Hoverwarten aus, wo den Deckrüden meines Wissens nur 5 Deckakte auf Lebenszeit zugesprochen wird?

Ich frage mich nur, wie vor 30-40 Jahren Hunde mit Mittlerer HD noch die Steilwand schaffen konnten...

Gruß reinhard



- kimmy - 02-04-2018

Volpi,
ich bitte Dich mit Beschimpfungen zurückhaltender zu sein. Du gehörst zweifelsohne zu jenen, welche ein Manko in gutem Benehmen aufweisen.
Sehr wohl habe ich verstanden, was Antje geschrieben hat. Ich habe sogar das Interview von Dr. Tellheim gefunden. Sogar dieser sagt, dass gewisse Hunde von der Zucht ausgeschlossen gehörten. Aber sehr wahrscheinlich ist dieser Herr in Wirklichkeit ein *Spion-vom-Belgier*, wie alle, welche eine eigenständige Meinung vertreten.
Und wenn selbst Antje gewissen Tiere/ Linien meidet, eben da sie krank sind/ kranke Nachkommen hatten und haben, ist ein Umdenken unumgänglich.

MfG,
Kimmy


- MMW79 - 03-04-2018

Die konnten die Steilwand schaffen, weil die Menschen nicht ganze Textdurchfälle in Foren mit name-droping und Halbwahrheiten zugemüllt haben und Hundesport nicht von fetten Frauen betrieben wurde, die ihren Mehrhundehaushalt in einem Thermoanhänger unterbringen, sondern weil man da zum Beispiel vor dem Schutzdienst häufiger mit dem Hund auf dem Fahrrad zum Platz gefahren ist.
Kenne ein altes Buch, glaube das von Jean Sir, da steht drin, es sei Tierquälerei einen Hund springen zu lassen, bevor er nicht ohne Probleme täglich 10 km radelt.

Man nennt es Kondition und Fitness.